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Montag, 15. Mai 2017

Ich habe diesen Menschen doch einst geliebt…

doch jetzt regt er mich nur noch auf. Wie kann das nur sein? 
Wir lernen einen Menschen kennen und spüren sogleich eine Sympathie. Manchmal empfinden wir die zukünftigen Partner oder Partnerinnen anfänglich sogar als unsympathisch. Doch im Laufe der Zeit entwickelt sich da mehr. Oder vielleicht lassen wir uns auch binnen eines Dates verzaubern. Ganz gleich, wie die Beziehung beginnt, wir "verlieben" uns.


Dann beginnt für die meisten Menschen die schönste Zeit der neuen Partnerschaft. Schmetterlinge, die verzückt im Bauch umherflattern und für ein angenehmes Kribbeln sorgen. Der oder die Neue scheint während dieser Phase perfekt, da wir unliebsame Aspekte einfach ausblenden. 
Mir sagte mal jemand: „Wenn während der sogenannten Verliebtsheitsphase der zwischenmenschliche Stress überwiegt, dann sollte man die Finger davon lassen.“ 
Es gibt sogar Menschen, die kennen das Gefühl des „VERLIEBTSEINS“ nicht, doch auf diesen Aspekt möchte ich in diesem Beitrag nicht näher eingehen. 

... während der Verliebtheitsphase sind wir zu Späßen aufgelegt...

Ermüden die Schmetterlinge, nehmen wir immer mehr die zuvor meisterlich ausgeblendeten Aspekte des Menschen wahr, dem wir unser Herz anvertraut haben. Und das immer wiederkehrende Drama nimmt unaufhaltsam seinen Lauf. 
Vielleicht haben wir uns selbst beruhigt mit solchen Sätzen wie: 

„So schlimm wird es schon nicht sein!“ 
„Vielleicht verändert er oder sie ja sein Verhalten mir zuliebe?“ 
„Damit komme ich schon klar!“ 

Wir stellen dann allerdings resigniert fest, dass dem nicht so ist. Wir scheitern also selbst an unsere eigenen Erwartungen. Wir könnten jetzt natürlich hingehen und die Partnerschaft beenden, doch dann bleibt die Frage: „Scheitern wir dann nicht genau an dieser Hürde in der nächsten Beziehung?“ 
Ob wir es wollen oder nicht, in einer Partnerschaft geht es auch immer um Abhängigkeiten. 
Das Positive an dieser Erkenntnis ist: Je mehr wir uns aus diesen Abhängigkeiten lösen können, desto freier können wir das „Spiel der Liebe“ spielen. 

... sei wie ein stolzer Schmetterling, der sich stets in die Lüfte erhebt... obwohl er zuvor eine Raupe war... 

Abhängig waren wir als Kinder von unseren Eltern. Nun, als erwachsene Menschen, ist es an der Zeit, seine eigene Unabhängigkeit zu leben. 
Erst dann sind für auch wirklich fähig, eine „reife Liebesbeziehung“ zu führen, frei von den Wünschen, mein Gegenüber müsse meine Bedürfnisse befriedigen und stets meine Erwartungen erfüllen. 
Zweisamkeit braucht Raum, den erst die Liebe schafft. 


Zum Schluss noch eine Anmerkung: Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst eh nicht lebendig davon. In diesem Sinne:

Motto: Habe den Mut, anders zu sein.   (so wie beispielsweise dieses eigensinnige Pferd)




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